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Geschichte

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Zur Geschichte des Vereins
Der Sportverein SV Union Salzgitter wurde am 17. Februar 1920 im Gasthaus „Zur Börse" als Fußballverein gegründet. Die versammelten Sportfreunde wählten Seppel Henniger zum Ersten Vorsitzenden des Vereins. Die Gründungsmitglieder mussten sehr viel Mut und Organisationstalent mitbringen, mangelte es doch in den Folge­jahren des Ersten Weltkrieges an allem: Fußbälle, Fußballschuhe und Spielkleidung waren Mangelware, und Sportplätze gab es zu jener Zeit überhaupt nicht.

Provisorisch hergerichtete Wiesen waren die ersten Spielplätze, so am Gittertor, am Schäferstuhl, auf den Scheileschen Wiesen und am Kniestedter Gut. Erst als der Vereinswirt Kaiser am Schlingelahweg einen Acker pachtete, konnte man einen Sportplatz herrichten. Das teils sumpfige Gelände musste in Eigenarbeit per Hand planiert, drainiert und eingesät werden. Zur Deckung der Kosten hatten die Mitglieder 50,- RM (Jugendliche 20,- RM) beizusteuern und außerdem wöchentlich sechs Arbeitsstunden abzuleisten.

Am 04. 03. 1922 wurde mit Hermann Bergmann ein Vorsitzender gewählt, der in den Jahren 1922 — 1937 aus dem Fußballverein einen „echten" Sport­verein schuf. Nach der Gründung der Leichtathletik­abteilung 1921 wurde der Verein 1926 um eine Box- und 1929 um eine Handballabteilung erweitert. In den darauf folgenden Jahren wurde der Platz am Schlingelahweg zu einer schmucken Anlage ausgebaut.

alt

Der größte Verdienst Bergmanns bestand aberdarin, die Mitglieder in der Zeit der großen poli­tischen Gegensätze der 30er Jahre zusammenzu halten. Als er 1937 sein Amt an Arnold Koch übertrug, blieb er aber weiterhin im Vorstand undkümmerte sich intensiv um die zum Militärdiensteingezogenen Sportkameraden. Der zweite Welt­krieg brachte dann 1940 das Ende des geregeltenSportbetriebes. Als nach dem ZusammenbruchDeutschlands die Militärregierung alle Vereine auf­löste, kam das endgültige Aus für den Verein.Auf behördliche Anweisung wurde das Sportplatz­gelände wieder in Ackerland umgewandelt.

Der Neubeginn nach 1945 musste also ohne Platz und mit neuem Namen beginnen.Dem Sportkameraden Emil Nehmann gelang es, vom britischen „Commander ofSport" die Genehmigung zur Neugründung eines Sportvereins zu erhalten. Der MTV,der Sportverein Bergbau, der Sportklub Gitter, der Reichsbahnsportverein und derVerein für Leichtathletik vereinigten sich zu dem Verein Sportfreunde Salzgitter. DenVorstand bildeten: 1. Vorsitzender Emil Nehmann, 2. Vorsitzender E. Eckelt, Ge­schäftsführer W. Witsch, Kassierer H. Klessen, Sportwart Kurt Püschel, Abteilungs­leiter Fußball Fritz Thulke, Abteilungsleiter Turnen Hermann Ehlers, AbteilungsleiterLeichtathletik Fritz Hille und Abteilungsleiter Ringen Fritz Polke. Doch nach derLiberalisierung der alliierten Sportpolitik schieden der MTV, der SC Gitter und der RSV aus und wurden wieder selbständig. Die alten Unioner erreichten dieUmbenennung des Vereins in „Sportfreunde Union 1920". Am 20.04.1948 wurde Ernst von Alven Erster Vorsitzender des Vereins, der damals ca. 600 Mitglieder hatte. Die stete Aufwärtsentwicklung im Verein bekam einen weiteren Schub, als 1951 Richard Seidel sein Nachfolger wurde. Er motivierte die Mitglieder zum weiteren Ausbau der Platzanlage am Schlingelahweg; so zum Neubau eines Vereinsheimes in den Jahren 1952/53    altDoch die sportlichen Erfolge des SV Union von 1920 e.V. Salzgitter-Bad - so hieß der Verein seit 1953 - ließen die vorhandenen Sportanlagen und auch das Sportheim bald zu klein werden. Da die Platzanlage außerdem der Stadtentwicklung im Wege war, einigte sich der Verein nach langen Verhandlungen mit der Stadt, auf einem ca. 7 Hektar großen Gelände an der Friedrich- Ebert- Straße eine neue Sportanlage mit drei Sportplätzen und einem Sportheim zu errichten. Am 22.06.1958 konnte der neue Erste Vorsitzende, Oberstadtdirektor Günther Paslat den ersten Spatenstich tun (siehe Foto). Es dauerte dann fast neun Jahre, bis man von einem vorläufigen Abschluss der Bauarbeiten sprechen konnte. Nachdem das nun alte Sportheim abgerissen worden war, musste man 1 1/2 Jahre ohne einen Treffpunkt auskommen, der Zusammenhalt im Verein drohte verloren zu gehen. Darum entschloss sich der Verein zu einem finanziellen Kraftakt. Obwohl bereits genehmigte Mittel gekürzt oder gesperrt wurden, erbaute man mit Krediten das dringend benötigte Vereinsheim. Diese erhebliche Kreditbelastung konnte in den Folgejahren nie entscheidend reduziert werden und war Hauptursache für den 1978 drohenden Konkurs.

Dennoch brachte die neue Anlage eine Aufwärtsentwicklung. 1966 gründete Bernhard Hippler die Kegelabteilung, die in vielen hundert Arbeitsstunden eine eigene Kegelbahn an das Vereinsheim anbaute. Im November 1969 gründete Richard Gilbert die Tischtennisabteilung. Die Fußballer begannen in den 70er Jahren mit der Eingliederung in die Amateuroberliga ihr goldenes Jahrzehnt, in der Union zu den erfolgreichsten Amateurvereinen Norddeutschlands zählte. Auch die Leichtathleten konnten mit zahlreichen Erfolgen — meist begrenzt auf den norddeutschen Raum — den Namen des Vereins weithin bekannt machen.
Vorstand des SV Union Salzgitter - im Jahre 1961 -
altObere Reihe (v.l.n.r.):
Johannes Schwalbe Jugendleiter
Karl Rischmüller Vorsitz. Bauausschuss Rudolf Köther Finanzberater Karl-Heinz Lippold Vorsitz. Leichtathletik
Willi Dumke Fußballobmann
Karl Schöngen     Vorsitz. Fußball
Walter Scheewe    Schatzmeister
Untere Reihe (v.l.n.r.):
Helmut Eggeling   3. Vorsitzender
Günther Paslat    1. Vorsitzender
Richard Seidel    2. Vorsitzender
Werner Ningel     Sportwart
 
 
Doch der Erfolg zeigte bald auch seine Schattenseiten. Der 1973 zum ersten Vorsitzenden gewählte Karl Kusmierz wurde mit einer zunehmend schwierigen finanziellen Lage konfrontiert. Die Erhaltungskosten für das Stadion, der hohe Zinsendienst, aber auch sich nicht als rentierlich erweisende Investitionen in Spieler veranlassten ihn 1977 zum Rücktritt. In dieser schwierigen Situation, in der die Zuschauerzahlen deutlich zurückgingen und die einstmals üppigen Spenden versiegten, übernahm Erwin Thielen 1978 die schwere Verantwortung, den drohenden Konkurs abzuwenden. Dies gelang nur durch den Verkauf der Sportanlage an die Stadt Salzgitter am 31.10.1980. Dem finanziellen Niedergang des Vereins, der ab 1982 von Wilhelm Nonnen geführt wurde, folgte der sportliche Niedergang, der 1984 mit dem Abstieg aus der Amateuroberliga begann und in den Folgejahren die Fußballer nach kleinen Zwischenhochs bis hinab in die Bezirksliga führte.
Als Hans Tilch 1984 erst kommissarisch und dann ab 1986 durch die Mitgliederversammlung bestätigt die Führung des Vereins übernahm, ging es erst einmal darum, die Finanzen zu konsolidieren und Ruhe in den Verein einkehren zu lassen. Dieses gelang dann auch trotz aller Schwierigkeiten, denn durch sparsame Finanzpolitik und vertrauensbildende Maßnahmen setzte eine neue bescheidene Aufwärtsentwicklung ein. Durch tatkräftige Mithilfe von Hermann Keune und Karl-Heinz Lippold kam es zur Gründung neuer Abteilungen. 1986 wurde unter Örkün Meren die Basketballabteilung, 1987 durch Horst Pramme die Tanzsportabteilung, die sich aber bald selbstständig machte, und einen eigenen Tanzsportverein gründete, die Ballettabteilung und die Abteilung Koronarsport gegründet. Die Qualität der Zusammenarbeit der Abteilungen erreichte eine neue Dimension, die sich durch Solidarität und kameradschaftlichen Umgang miteinander auszeichnete. Im Jahre 1990 - der Verein feierte sein 70jähriges Jubiläum - hatte der SV Union mit 8 Abteilungen - insgesamt 1134 Mitglieder - einen vorläufigen Höhepunkt erreicht.
Dennoch waren die Probleme nicht geringer geworden. Als Hagen Reese 1991 die Geschäfte des Vereins übernahm, musste der Verein mit neuen Problemen fertig werden. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitglieder hatte nicht nur durch den Verkauf der Anlage erheblich gelitten; die zunehmende Individualisierung der Menschen machte es immer schwerer, geeignete Mitarbeiter zu finden. 1992 musste der Verein die Sportanlage end-gültig als Pächter wieder übernehmen,
altPostkarte Stadion (Eigenvertrieb D.Preidt)
der städtische Platzwart wurde abgezogen. Die Mitgliederzahl sank wieder unter die magische Zahl 1.000. Ein Investor wollte auf dem hinteren Rasenplatz ein Spaßbad errichten und evtl. auch ein Hotel bauen lassen. Baubeginn sollte 1992/93 sein, doch durch die Wende erschien das Projekt nicht mehr profitabel und wurde nicht realisiert. Inzwischen war der C-Platz fast unbespielbar geworden, wurde aber in diesem katastrophalen Zustand an den Verein zurückübertragen.Die Platzanlage, einst für einen erfolgreichen Amateuroberligaverein konzipiert , konnte natürlich, nachdem die I. Herren 2003 sogar in die Kreisliga abgestiegen war, nur mit erheblichen Kraftanstrengungen erhalten und ausgebaut werden. Um so bemerkenswerter, dass der Verein 2001 eine neues Vereinsheim erstellen konnte, unddas ohne Kreditaufnahme. Grund dafür war vor allem die Eigenleistungen von Vereinsmitgliedern, allen voran Manfred Rybatzki, Hans Kabus, Waldemar Gehe und Adolf Block.
2005 übernahm Dietrich Leptien das Amt des 1. Vorsitzenden und setzte die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fort. Trotz aller Bemühungen nahm die Zahl der Mitglieder weiterhin ab, obwohl die Erfolge in vielen Abteilungen sehr positiv waren. Die Tischtennisabteilung entwickelte jetzt auch in der Spitze und konnte zahlreiche Aufstiege verzeichnen, die Leichtathleten setzten im Seniorenbereich deutliche Akzente, die Basketballer waren das höchstspielende Team in Salzgitter, die Koronarabteilung die größte Salzgitters und die Fußballer schafften die Rückkehr in die Bezirksliga. Zugleich konnte der Verein entscheidende Dinge in die Wege leiten. 2005 wurde der Kabinentrakt erneuert, ein Wasserrohrbruch repariert, ein Verkaufsstand am Vereinsheim und ein Großzelt auf dem C-Platz errichtet. 2006 folgten weitere Maßnahmen: Der in der Zwischenzeit durch Wildschweine zerstörte C-Platz wurde provisorisch wieder hergerichtet, die Laufbahn für 25.000 € saniert. Da eine Generalinstandsetzung des C-Platzes nicht finanzierbar war, wurde und wird der Platz Stück für Stück mühsam in Handarbeit repariert. Ein neuer Ballfangzaun, auf der Nordseite errichtet, hat die Ballverluste erheblich reduziert.
im Jubiläumsjahr wird sich die Anlage in einem guten Zustand präsentieren, auch dank unseres Platzwartes Manfred Schwab. Dennoch merkt man an allen Ecken und Kanten das Alter des Stadions. Vor allem die Energieversorgung wird zunehmen zu einem finanziellen Risiko für den Verein. Der Appell an die Sparsamkeit der Mitglieder ist nur eine Seite der Medaille, vielmehr müsste es ein Förderprogramm für Energieeinsparung für Sportvereine geben. Unsere Anlage dient vielen Veranstaltungen, ob es die Schulen mit ihren zahlreichen Sport- und Spielfesten ist, der Niedersächsische Fußballverband mit dem Sparkassencup, Relegationsspielen oder Stadtmeisterschaften oder das Altstadtfestturnier, der Jugendfeuerwehrtag und die zahlreichen Veranstaltungen des Verein. Wenn auch nicht auf unserer Anlage, sondern im Stadion am See oder in den Sporthallen, so genießen die Leichtathletik- und die Tischtennissparte wegen der Ausrichtung zahlreicher Meisterschaften und Ranglistenturniere einen guten Ruf. Es bleibt zu wünschen, dass der in der Breite seines Angebotes sicher erfolgreichste Sportverein Salzgitters seinen Weg in die Zukunft positiv fortsetzen kann. Dazu bedarf es aber weiterhin des ehrenamtlichen Engagements und der Unterstützung der Kommune und von Sponsoren. Vor allem wäre es aber wünschenswert, wenn sich die Zahl der Mitglieder erhöhen würde, die den Verein als passive Mitglieder unterstützen.
altEuropapokalspiel American Football Braunschweig Lionsgegen Baldoa Barcelona mit ca. 3000 Zuschauern die größte Veranstaltung seit den Aufstiegspielen2003
 
 
 
 
 
 
Die D-Jugend des SVU (Balljungen) mit dem Maskottchen der Lions
   
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